
Berichte aus dem Vereinsleben
Training im Krongut, 05.05.2012
Das monatliche Training fand am 05. Mai 2012 statt. Schon seit den Morgenstunden regnete es ständig und ließ für den Tag nichts Gutes ahnen. Dementsprechend fanden auch nur wenige Kerls den Weg ins Krongut. Das parallel zwei Lange Kerls einen Auftritt im Osten des Landes hatten, kann nicht als Entschuldigung für die geringe Trainingsteilnahme herangezogen werden. Auch die Besucher blieben an diesem Tag wohl eher zu hause. Die Anwesenden Gardisten wurden zumindest zahlenmäßig durch Angehörige des IR No. 6 (ab 1740) aus Berlin Spandau unterstützt. Aufgrund des anhaltenden Regens fand die erste Trainingseinheit im Mittelgang der Weinscheune statt. Da zwei Bauern und ein Kamerad nach einem Auslandseinsatz mit von der Partie waren, wurde insbesondere der Schwerpunkt auf die korrekte Ausführung der Griffe gelegt. Nach der Pause meinte es das Wetter etwas besser mit der Garde, sodass ab diesen Zeitpunkt das Training wieder ins Freie verlegt werden konnte. Nun wurden vermehrt der Wachwechsel und das Marschieren geübt. Zum Schluss des Trainingstages erfolgte der obligatorische Salutschuss. Positiv ist auch zu erwähnen, dass sich ein Interessent während des Trainings gemeldet hat, der 2,03m an die Latte bringt.
Teilnehmer: 1 König, 1 Dessauer, 2 Offiziere, 1 Feldwebel, 1 Tambour, 5 Grenadiere und 2 Bauern
RT
(Anmerk.: Das nächste Training findet nach der Belgienreise am 16. Juni 2012 im Krongut statt.)
Fest in Gommern, 28.04.2012
Der 28. April 2012 führte die Potsdamer Riesengarde ins anhaltinische Gommern. Auf der dortigen Wasserburg fand das 2. Bier- und Brauereifest statt, an welchem die Garde durch stetige Präsenz mitwirken sollte. Um 11:00 Uhr wurde die Veranstaltung durch die Langen Kerls mittels einer kleinen Vorführung und der Abgabe eines Salutschusses eröffnet. Die Zuschauerresonanz hielt sich zu diesem Zeitpunkt noch in Grenzen, was man über die Temperaturen nicht behaupten konnte. Etwa 25° Grad waren schon erreicht und es sollte noch heißer werden. Nach dem ersten Auftritt hatten die Kerls Freizeit und konnten sich auf dem Gelände etwas umtun und auch das eine oder andere essen bzw. trinken. Der Ausrichter, ein alter Bekannter der Garde aus seiner Zeit als Brauer im Krongut, stellte den Kerls den Verzehr kostenfrei zur Verfügung. Dafür an dieser Stelle den Dank der Kerls. Gegen 14:00 Uhr marschierte die Garde dann ein zweites Mal auf. Dafür ging es direkt auf eine Bühne, so dass die Garde erhöht gegenüber den Besuchern Aufstellung nahm. Auch während dieser Veranstaltung feuerte die Garde einen Salut ab. Im Anschluss war wieder Freizeit angesagt, welche durch die Kerls vorrangig im Schatten verbracht wurde. Das Thermometer zeigte nunmehr 29° Grad an und das war nun wirklich von jedem zu spüren. Den letzten Auftritt führte die Garde dann gegen 17:45 Uhr durch, wobei im Vorfeld der eigentlichen Exerzierübungen der befehlshabende Grenadier Harp noch einige Ausführungen zur Uniformierung und Ausrüstung machte. Am Ende gab es wieder den obligatorischen Salutschuss, der immer wieder gut bei den Zuschauern ankommt. Apropos Zuschauer; Am Ende waren es wohl so um die 700 Personen, die den Weg auf die Wasserburg gefunden hatten. Fazit: Ein entspannter, sehr heißer Tag, der allen Beteiligten gefallen hat. Vielleicht hätte es die eine oder andere Partnerin mehr sein können, die die Garde begleitet hätte, dann wäre die Fahrt noch „familiärer“ verlaufen.
Teilnehmer: 2 Tamboure, 1 Fähnrich, 1 Zimmermann, 8 Grenadiere und 1 Furier
RT
Training im Krongut, 14.04.2012 (Foto siehe oben links)
Da am 07. April 2012 die Öffentliche Musterung in Potsdam stattfand (wie berichtet), verschob sich somit das öffentliche Training auf den 14. April 2012. Das Wetter zeigte sich im Gegensatz zur Vorwoche versöhnlich und lockte auch stetig Besucher ins Krongut. Dort trafen sich wie eh und je die Kameraden um 11:00 Uhr. Relativ pünktlich ging es dann auch los, wobei der diesmalige Schwerpunkt des Trainings in der Ausbringung und Einholung von (Ehren-) Posten ging. Dazu wurden immer Postenpärchen an der Weinscheune positioniert und nach einem Rundgang der Garde gegen ein neues Pärchen ausgetauscht. Das klappte mal mehr und mal weniger gut, aber dafür ist ja so ein Training da. Zwischendurch mussten die Kerls zwangspausieren, da die anwesenden Hochzeitsgesellschaften in ihrem tun nicht gestört werden sollten. Zum Abschluss des Trainings gab es „verschärftes“ Etappenexerzieren, will heißen, nicht nur das zeitversetzte Trainieren per Trommelschlag, sondern auch das zeitversetzte Hin und Her ohne Trommelunterstützung. Diesmal schienen auch die Tamboure besser zu harmonieren. Gegen 15:00 Uhr erfolgte nach langer Zeit wieder der obligatorische Salutschuss zum Ende des Trainings, bei dem 50% der Gewehre trotz vorheriger Überprüfung versagten. Aber auch das ist authentisch.
Teilnehmer: 1 König, 1 Offizier, 1 Feldwebel, 2 Tamboure, 1 Fähnrich, 1 Zimmermann, 5 Grenadiere, 1 Bauer und 1 Furier
RT
Tabakskollegium, 13.04.2012, Schloß Friedrichsfelde, Berlin
Am 13. April fand zum vierten Mal das Tabakskollegium (des Soldatenkönigs F.W.I.) im Schloss Friedrichsfelde in Berlin statt, welches wiedermal durch den Karten VVK ausverkauft war. Wie immer eröffnete der Vereinsvorsitzende (der Riesengarde) den Abend und stellte kurz den Verein vor. Roman Tummerer sagte auch etwas zum allgemeinen Ablauf, der sich natürlich auch in den Programmblättern wieder fand, welche auf jedem Tisch auslagen.
Wie üblich gab es zu Beginn der Veranstaltung eine Lesung. Diesmal aus dem Buch von Salomon Morgenstern von 1793 „Über Friedrich Wilhelm I.“. Die zusammengestellten Textblöcke über die Tabagie wurden im Fliesstext von J.-S. Strauss vorgetragen, um ins Thema an sich einzuführen. Somit wurde der geschichtliche Hintergrund des Tabakskollegiums dargelegt und die ein oder andere lustige und interessante Anekdote (vorab) vermittelt.
Nach den ersten 15 Minuten des literarischen, zivilen Teils der „Langen Kerls“, traten nun die Uniformierten in den Mittelpunkt des Geschehens. Zur Tabagie waren diesmal Gäste eingeladen vom sächsischen Hof (Mathieu Sprenger aka Ernst Christoph von Manteuffel) und Jäger aus Wusterhausen (Gert Kinnemann und Tino Tzschoppe). Nachdem alle einzeln begrüßt und somit (dem Publikum) vorgestellt waren, trat als letzter der König ein. Wie schon vor 300 Jahren durfte sich kein Anwesender erheben. Schnell fanden die Teilnehmer den Einstieg in das aktive Gespräch und so vergingen insgesamt 90 Minuten wie im Flug. Hauptschwerpunkte der Gesprächsrunde waren die Musterung, Bewaffnung, die Aufnahme von Zuwanderer und zu guter letzt auch diverse Frauengeschichten. Die spontane Unterhaltung aller Laiendarsteller wurde untermauert durch einige Possen und einige Zeilen eines originalen Gedichts über Potsdam und die Langen Kerls von Christian Trömer von 1737. Nachdem „Herr Oberst“, wie vor 300 Jahren, zum Ende über einige strittige Punkte abstimmen ließ, wie z.B. ob der Dichter Trömer eingeladen werden sollte, die körperliche Untersuchung einer Musterung weiter ausgebaut werden sollte und ob 2.000 eiserne Ladestöcke für das Rgt. No. 6 angeschafft werden sollten, schritt er als erster zum warmen Buffet.
Zum Ende der Veranstaltung wurden wieder die Fragen des Publikums beantwortet und einige Gäste wurden nach der körperlichen Länge gemustert und vermessen. Gegen 22:30 Uhr beendete der Vereinsvorsitzende Tummerer die Gesellschaft. Viele von den Gästen verabschiedeten sich persönlich und äußerten sich sehr zufrieden über das Gesehene und Gehörte. Die aktiv anwesenden Dokumentar-Filmer (fürs ZDF) äußerten ihre Begeisterung über die spontanen und geschichtlich wertvollen Dialoge der Laiendarsteller.
Teilnehmer: 1 König, 5 Grenadiere, 1 Tänzer (bzw. Aristokrat), 2 Jäger, 1 Künstler (Fotograph)
JSS, RT
Privates Osterfeuer, 07.04.2012, Michendorf
Für den 07. April lag der Potsdamer Riesengarde eine Einladung vor, in Michendorf an einem privaten Osterfeuer teilzunehmen. Die Einladung wurde bereits im November des letzten Jahres ausgesprochen, als eine kleine 2-Mann-Abordnung schon einmal beim Gastgeber zugegen war. Damals war es noch der 70. Geburtstag, nunmehr das Osterfeuer. Da die Garde bereits den ganzen Tag auf den Beinen war (siehe Öffentliche Musterung), fanden sich nur wenige Kameraden, die danach noch den Drang verspürten, den frühen Abend auch noch zu opfern. Auch befand sich ein Teil der Kameraden im Osterurlaub. Gegen 16:00 Uhr traf der kleine Trupp in Michendorf ein und machte sich mit der Örtlichkeit vertraut. Neben dem Wohngebäude handelte es sich um eine sehr große Gartenanlage und Grünfläche. Alles in allem wohl um die 10.000m². Der größte Teil davon lag ungeschützt, sodass der böige und kalte Wind nur so pfiff. Der Gastgeber, Herr Noack, hatte ein Festzelt aufgebaut, welches aber an zwei Seiten offen war, um nicht davon zu segeln. So fungierte es als Luftschleuse bzw. Windkanal. Immer wieder kam es zu Schnee- bzw. Hagelschauern, was die Besucher in geschützte Gefilde zwang. Gegen 18:30 Uhr war auch das Schwein am Spieß soweit und man (und Frau) ließ es sich schmecken. Dazu gab es verschiedene selbstgebackene Kuchen und Salate, die die Gäste mitbrachten. Auch das Feuer wurde entzündet, es hatte aber einige Startschwierigkeiten, die nur mit Diesel zu lösen waren. Gegen 19:00 Uhr war dann die Stunde der Langen Kerls gekommen. Die 4 Kameraden stellten sich auf eine Brücke, die einen kleinen Teich überspannte und führten ein sehr sehr kleines Exerzitium vor. In der Ferne sah man schon den nächsten Schauer. Es wurde auch zweimal geschossen, eine Genehmigung dafür lag vor. Die Anwesenden applaudierten auch artig und der Gastgeber bedankte sich für das Erscheinen der Langen Kerls mittels einer kleinen Spende. Schnell gab es noch was auf die Hand und dann verabschiedete man sich auch schon.
Ein kleiner netter Auftritt, der dem Gastgeber sehr am Herzen lag und den Langen Kerls auch fernab der vielen offiziellen Auftritte einige Sympathiepunkte brachte.
Teilnehmer: 4 Grenadiere
RT
Öffentliche Musterung, 07.04.2012, Potsdam
Am 07. April fand die diesjährige „Öffentliche Musterung“ der Potsdamer Riesengarde in Potsdam statt. Dazu trafen Vertreter der Selbigen gegen 11:00 Uhr am „Brandenburger Tor“ ein, um dort eine halbe Stunde lang ein kleines Exerzitium darzubieten. Die Langen Kerls wählten extra diesen vorösterlichen Termin, um insbesondere die Potsdamer und ihre Gäste bei hoffentlich schönem Wetter zu erfreuen. Leider hielt sich das Wetter nicht an diese Erwartungen; es war sehr kühl und unfreundlich. Witterungsbedingt gab es daher auf dem Vorplatz des Tores nur wenige Zuschauer, nur in unmittelbarer Nähe standen Bereitschaftspolizisten einer Einsatzhundertschaft, um für Recht und Ordnung zu sorgen, falls jemand danach trachtet, diese zu stören.
Aufgrund polizeilicher Auflagen durfte die Garde nicht als Formation die „Brandenburger Straße“ entlang marschieren, um auf den gegenüberliegenden Bassinplatz zu gelangen. So teilte sie sich in drei Gruppen auf und marschierte in loser Gruppierung sowohl durch die „Brandenburger“ als auch durch die „Charlottenstraße“ in Richtung der Sankt Peter und Paul Kirche. Hier wollten die Langen Kerls von 12:00 bis 12:30 Uhr ebenfalls eine kleine Vorführung präsentieren. Das Wetter, welches bisher auf einen Niederschlag verzichtet hatte, holte diesen nun nach und es begann zu regnen und zu schneien. Es blieb den Kerls nichts weiter übrig, als geschlossen zur Gaststätte „Klosterkeller“ zu marschieren, dem Ort, an welchem die eigentliche „Öffentliche Musterung“ in der Zeit von 13:00 bis 15:00 Uhr stattfinden sollte. Am „Klosterkeller“ angekommen blieb noch viel Zeit, die für die Mittagspause genutzt wurde. Einen speziellen Dank an dieser Stelle dem Inhaber der Lokalität, der das Essen und die Getränke kostenfrei zur Verfügung stellte.
Dem eigentlichen Zweck der Veranstaltung, nämlich zu Mustern, konnte die Potsdamer Riesengarde nur sporadisch nachkommen. Zum einen bot das Wetter alles auf, was zu einem zünftigen Aprilwetter gehört und zum anderen schreckte das Wetter wohl auch so manch Neugierigen davon ab, sich die Musterung einmal „Live und in Farbe“ anzusehen. Doch unabhängig davon begleitete nicht nur ein Interessent als „Bauer“ die Garde, sondern es fanden sich zwei weitere Herren ein, die sich für eine Mitgliedschaft bei den Langen Kerls interessierten. Der Jüngere (17) brachte stolze 2,04m mit, der etwas Ältere (31) erreichte immerhin noch die Mindestlänge von 1,88m. Beide wurden vermessen und „ins Maul“ geschaut (Dass war anno dazumal so üblich, um das Gebiss der künftigen Soldaten zu überprüfen. Nur mit vorhandenen Schneidezähnen konnte man die Papierpatrone öffnen/aufbeißen. Ein mutwilliges Entfernen der Schneidezähne wurde als Straftat bewertet und als solche geahndet.).
Um 15:00 Uhr beendete die Garde ihre Präsenz am „Klosterkeller“ und trat über die „Brandenburger Straße“ den Heimweg an.
Fazit: Die Potsdamer Riesengarde vermied es im Vorfeld der Veranstaltung, über die lokalen Medien offensiv dafür zu werben. Diese Entscheidung wurde aus den Erfahrungen der letzten Musterungen getroffen, bei denen sich „Aktivisten gegen alles und jeden“ lautstark Gehör verschafften und die Veranstaltungen zu sabotierten versuchten. Dieser Umstand, als auch das sehr schlechte Wetter führten wohl maßgeblich dazu, dass weniger Zuschauer und Interessenten als erhofft vorbei schauten. Dennoch verbleibt positiv zu vermerken, dass die beteiligten Kameraden sehr angetan waren, nach langer Zeit wieder in der Potsdamer Innenstadt präsent zu sein. Und ein wenig Presse hat der Garde auch noch nie geschadet.
Teilnehmer: 1 König, 1 Offizier, 1 Tambour, 7 Grenadiere, 2 Bauern und 1 Interessent
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JHV in Potsdam, 31.03.2012
Am 31. März 2012 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. In diesem Jahr war zugleich auch ein neuer Vorstand zu wählen. Tagungsort war das Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte am Kutschstallensemble.
Gegen 09:45 Uhr begrüßte der alte Vorsitzende Roman Tummerer die Mitglieder und legte über die Arbeit des Vorstandes Rechenschaft für die zurückliegende zweijährige Wahlperiode ab. Die Kassenprüfer bestätigten darüber hinaus die Ordnungsmäßigkeit der finanziellen Handlungen des Vorstandes. Der Vorstand wurde somit entlastet. Im Anschluss daran erläuterte der ehemalige Geschäftsführer und jetzige Liquidator der vereinseigenen GmbH, Johannes Strauß, den Stand der Abwicklung und die Bilanz des Jahres 2011. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden zwei wichtige Satzungsänderungen beschlossen. Die erste Änderung betraf den Erhalt der Gemeinnützigkeit, die zweite Änderung die Verkleinerung des künftigen Vorstandes. Nach der Mittagspause in der nachbarschaftlich gelegenen Gaststätte „Zum Hammer“ kam es zur Wahl des neuen Vorstandes. Dabei wurden der bisherige Vorsitzende Roman Tummerer und der Schatzmeister Michael Harp in ihren Funktionen bestätigt. Neu stießen die Kameraden Mike Sprenger als 2. Vorsitzender und Max Müller als Schriftführer zum verkleinerten Vorstand hinzu. Die bisherigen Mandatsträger stellten sich nicht einer erneuten Wiederwahl. Auch in diesem Jahr ließ es sich der Kamerad Gerhard Schulze nicht nehmen, einige Worte an den Verein zu richten. So stellte er die letzte Fahne des Regiments aus dem Jahr 1806 (dem Jahr der Zerschlagung des Regiments No. 6) vor und überreichte insbesondere den Jungmitgliedern kleinere Präsente. Die Mitgliederversammlung entschied nach Ableistung der einjährigen „Probezeit“, dass der Kamerad Michael Goldschmidt nun vollwertiges Mitglied des Vereins ist. Als äußeres Zeichen dieser Dazugehörigkeit erhielt er die hohe Grenadiermütze und ein Patent. Nachdem noch einige obligatorische und organisatorische Dinge angesprochen wurden, beendete der Vorsitzende gegen 14:30 Uhr die Versammlung.
Teilnehmer: 32 Kameraden, davon 26 Aktive und 6 fördernde Mitglieder
RT
Gäste-Empfang im Kaiserbahnhof, Potsdam, 27.03.2012
Am 27. März führte die DIHK im traditionsreichen Kaiserbahnhof (heute Schulungszentrum der Deutschen Bahn) in Potsdam ihr Jahrestreffen durch. Neben den Repräsentanten der einzelnen IHK´s war auch der Ministerpräsident Matthias Platzeck zugegen. Um die Veranstaltung zu umrahmen, wurden 6 Lange Kerls geordert. Diese rückten auch zum vorgegebenen Zeitpunkt um 18:30 Uhr an, es wurden jedoch nur 4 Kerls aufs Gelände gelassen. Ein Büroversehen? Letztendlich gelang es einem fünften Kameraden, zu den anderen zu stoßen. So fast komplett bezog die Abordnung der Garde am Eingang zum Bahnhof Stellung und begrüßte die Gäste in Rahmen eines Spaliers. Als letztes kam Platzeck und ließ es sich nicht nehmen, mit den Kerls ein Foto mach zu lassen. Gegen 19:45 Uhr war dann der Einsatz der Potsdamer Riesengarde beendet.
Teilnehmer: 1 Offizier, 1 Tambour, 3 Grenadiere
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Kinderfest der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten im Schloss Charlottenburg, 04.03.2012
Am 04. März fand in der Zeit von 13:00 – 17:00 Uhr das alljährliche Kinderfest der SPSG im Schloss Charlottenburg statt. Diesmal dazu eingeladen die Potsdamer Riesengarde, die ein Kontingent von 7 Kameraden stellte. Aufgabe der Grenadiere war es, den Kleinen kindgerecht einen Soldaten der damaligen Zeit zu erklären und einige Exerzierübungen zu zeigen. Im Einzelnen standen die Kerls um 13:30, 14:30, 15:30 und 16:30 Uhr im wahrsten Sinne des Wortes „Gewehr bei Fuß“. Obwohl Soldaten und Kinder ein sensibles Thema ist, so hatten die Kleinen sichtlich Spaß und stellten viele interessierte Fragen. Natürlich wollten auch alle einmal so ein großes und schweres Gewehr halten. Die karten für diese Veranstaltung waren bereits alle im Vorverkauf weggegangen, sodass leider viele Familien, die das schöne Wetter ausnutzten und zum Schloss kamen, abgewiesen wurden. Drinnen tummelten sich rund 250 Gäste. Um 17:00 Uhr wurde die Veranstaltung offiziell beendet und die Kerls machten sich auf den Heimweg.
Teilnehmer: 1 König, 1 Feldmarschall + Fürstin, 1 Fähnrich und 4 Grenadiere
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März-Training im Krongut Bornstedt
Am 03. März 2012 fand das zweite Training in diesem Jahr auf dem Gelände des Krongutes Bornstedt statt. Halbwegs pünktlich trat die Garde an, oder besser, die 13 Kameraden, die bei sonnigem Wetter zum Training gefunden hatten. Das gute Wetter hatte eigentlich vermuten lassen, dass die Trainingsresonanz besser ausfallen würde. Nicht desto Trotz ließen sich die Kameraden davon nicht beirren und trainierten kontinuierlich ihr Programm. Da auch ein Bauer und ein neuer Interessent anwesend waren, kümmerte sich der Sergeant um diese Beiden. Zum Schluss stieß sogar noch ein weiterer Interessent aus Potsdam dazu.
Allen Anwesenden hat das Training viel Spaß gemacht und man hofft auf eine bessere Teilnahme beim nächsten mal.
Teilnehmer: 1 König, 1 Feldmarschall, 1 Feldwebel, 2 Tamboure, 1 Fähnrich, 1 Zimmermann, 5 Grenadiere, 2 Bauern/Interessenten
Fotos: in der Galerie und über info@lange-kerls.de
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Projekttage in einer Töplitzer Schule
Am 29. Februar 2012 führte die Schule in Töplitz einen klassenübergreifenden Projekttag durch. Thema war der 300. Geburtstag Friedrich II.. Im Rahmen dieses Projekttages bat die Schule die Potsdamer Riesengarde, etwas über die damaligen Verhältnisse und auch über die Langen Kerls zu sagen. Gern kam die Riesengarde dieser Bitte nach und sandte den „Alten Dessauer“ nach Töplitz. Dort referierte der alte Stratege seiner Majestät, Friedrich Wilhelm I., zu besagten Themen. Dabei wanderte er von Klasse zu Klasse und wiederholte seine Ausführungen. Nach Rückinformationen von der Schule kam der Besuch sehr gut an und man bedankte sich nochmals im nachhinein.
Teilnehmer: 1 Offizier (Alter Dessauer)
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Kurzauftritt am Schloß Sanssouci
Am 28. Februar 2012 wurde die Potsdamer Riesengarde für einen kommerziellen Auftritt geordert. So standen zwei Lange Kerls am Parkplatz „Mühle zu Sans- souci“ und warteten auf eine 70köpfige Reisegruppe – Vertreter der Firma Bosch. Diese kamen per Bus pünktlich um 16:00 Uhr an und eilten mit preußischer Begleitung in Richtung Schlossterrassen. Dort positionierten sich alle an der großen Treppe und es wurde ein großes Gruppenfoto erstellt. Anschließend ging es im Geschwindschritt die Stufen hinunter zur großen Fontaine und von dort die Wellenberge zum Grab Friedrichs II. wieder hinauf. Kaum sind alle am Grab vorbeidefiliert, ging es schon wieder zurück zum Bus. Die ganze Aktion hat nicht länger als 40min. gedauert. Nun, den Kerls soll es recht gewesen sein.
Teilnehmer: 2 Grenadiere
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Bericht zum Training am 04. Februar 2012
Am 04. Februar 2012 fand bei „milden“ -12°C das monatliche Training im Krongut Bornstedt statt. Dazu trafen sich 16 uniformierte und drei zivile Kameraden gegen 11:00 Uhr vor Ort. Die Trainingsintervalle wurden aufgrund der extremen Kälte nur kurz und das Training insgesamt nur bis um 14:00 durchgeführt. Während die Mannschaften vom diensthabenden Offizier befehligt wurden, führte der Feldwebel mit den beiden Bauern (Neumitgliedern) ein separates Einzelexerzieren auf dem Malzboden durch. Während des Trainings wurden die wenigen Zuschauer, die sich durch das Wetter nicht haben abschrecken lassen, durch den König bzw. durch den Alten Dessauer über das heutige Wirken der Potsdamer Riesengarde als auch deren historische Vorgänger instruiert.
Am Ende des Trainings spendierte das Krongut den Teilnehmern einen Glühwein. Die Potsdamer Riesengarde sagt „Danke“. Das nächste Training findet am 03. März 2012 an gleicher Stelle statt.
Teilnehmer: 1 König, 1 Feldmarschall, 1 Offizier, 1 Feldwebel, 1 Tambour, 1 Fähnrich, 10 Grenadiere, 1 Bauer und 1 Hoffotograf
Fotos: hier
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Anmerk.: Im Anschluss an das Training gab Mike Sprenger im alten Weinkeller einen Vortrag über (die Historie unseres Territoriums zum) "Heiligen Römischen Reich teuscher Nationen".
Sollten sich diese (internen) Weiterbildungesmassnahmen weiterhin so offen und interessant gestalten, ist dies die eigentliche Basis des Tabakskollegium.
Rixdorfer Schmiede, Berlin - "Lange Nacht der Museen"
Vier Tage nach dem potentiellen 300. Geburtstag von Friedrich II. fand am Samstag, dem 28.01.2012 in Berlin die „Lange Nacht der Museen“ unter seinem Motto statt. Einer Einladung der Rixdorfer Schmiede folgend, war die Potsdamer Riesengarde erstmalig bei so einer Museumsnacht dabei. (Eventuell folgt ja auch mal eine Teilnahme in Potsdam?) Die historische Schmiede geht zurück auf das Jahre 1624 und steuerte ihr typisches Untermotto bei: „Vom Säbel zum Kartoffelschäler“. Wir waren - mit tatkräftiger Unterstützung und reichlich Exponaten von Gerd Kinnemann -natürlich für die Blankwaffen zuständig. Das Team der Schmiede zeigte die Herstellung von Hufeisen, Messern und Kunstschiedegegenständen live an der alten Feuerstelle.
In einem Nebenraum standen die Langen Kerls vor einer Displaywand mit Bildern und Texten (zur Riesengarde und FW I.). Zusätzlich stellte Kalle Schrader (Langer Kerl) einen Teil seiner Blankwaffen aus. In einem sich anschliessenden „modernen“ Nebenraum aus dem 19 Jhr. zeigte Gerd sein Material vom Zeughaus Kinnemann. Die Besucher kamen in die Schmiede zumeist in Gruppen von etwa zehn Personen. Die Gäste, die nach der Schmiede-Feuerstelle zu den Langen Kerls in den Raum traten, suchten nach den Kurzvorträgen (und einigen erklärenden kurzen Vorführungen) informative Einzelgespräche. Obwohl unsere Kernzeit von 19 bis 22 Uhr veranschlagt war, blieben wir bis nach 23 Uhr!
Die Rixdorfer Schmiede steht auch heute noch auf dem Richardplatz. Ganz in der Nähe genehmigte Friedrich Wilhelm I. ab 1737 die Ansiedlung böhmischer Exulanten, die wegen ihres evangelischen Glaubens aus ihrer Heimat vertrieben worden waren. Durch des Königs Gnade und seine Privatschatulle entstanden für diese Einwanderer neue Häuser in Rixdorf.
Übrigens: Zwischen dem Richardplatz und der Dorfschmiede steht eines der zwei Berliner Denkmähler von FW I. Am 17.06.2012 feiern hier die böhmischen Nachfahren den 100. Jahrestag der Denkmalsaufstellung.
Rixdorfer Schmiede, Richardplatz 28, 12055 Berlin, www.rixdorferschmiede.de
Ein kurzes Video finden Sie hier.
JSS
Friedrich 300
Am 24. Januar 2012 jährte sich der 300. Geburtstag Friedrich II., König von Preußen. Aus diesem Anlass begannen in den Ländern Berlin und Brandenburg, den Kernländern des ehemaligen Preußen, verschiedenartige Feier- und Gedenkveranstaltungen. Eine besondere Rolle dabei nahm die letzte Ruhestätte eines der wichtigsten preußischen Könige auf der Terrasse des Schlosses Sanssouci ein. Über die Person Friedrich soll hier aber nicht weiter eingegangen werden, dazu finden sich umfangreiche und auch teilweise kontroverse Publikationen in diversen (Print-) Medien.
Während die Hausherrin, die „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten“ ihre eigene Gedenkveranstaltung an jenem Grab gegen 09:00 Uhr abhielt, organisierten die militärhistorischen Vereine aus der Zeit des 18. Jahrhunderts, welche sich in der Interessengemeinschaft „Der Dreispitz“ zusammen geschlossen haben, um 14:00 Uhr eine kleine militärische Zeremonie. So trafen sich Angehörige der Infanterieregimenter No. 4 („von Kalnein“) und 6 („Lange Kerls“) aus Potsdam, des Infanterieregiments „Mecklenburg-Strelitz“, das Freycorps „von Kleist“, des Infanterieregiments No. 6 (ab 1740) aus Berlin sowie weitere Einzeldarsteller gegen 13:30 Uhr auf dem Gelände des „Krongut Bornstedt“ und marschierten in geschlossener Formation zum Schloss „Sanssouci“. Dort angekommen nahm die Formation entlang der Gruft Aufstellung. Der „Alte Dessauer“ richtete ein paar angemessene Worte an die Mannschaften und an das anwesende Volk und ließ sodann Gebinde an das Grab niederlegen. Danach gestattete seine Exzellenz den Truppenteilen die Formation zu verlassen und sich für 15min. ganz dem Gedenken hinzugeben. Im Anschluss daran marschierten die einzelnen Truppenteile separat zurück zum „Krongut Bornstedt“. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass am Grab die „Potsdamer Riesengarde“ als auch der „Alte Dessauer“ anwesend waren. Beide „Institutionen“ waren historisch korrekt bereits vor dem Tod Friedrich II. längst aufgelöst bzw. selbst gestorben, aber zur Geburt Friedrichs jedoch aktuelle Zeitgenossen. Daher war es der „Potsdamer Riesengarde“ und dem „Alten Dessauer“ ein Bedürfnis, dem „Alten Fritz“ zu gedenken.
Teilnehmer: 1 König, 1 Dessauer, 1 Feldwebel, 1 Tambour, 1 Fähnrich, 1 Zimmermann, 3 Grenadiere, 1 Fourier, 1 Fotograf sowie ca. 25 weitere Vertreter diverser Vereine
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Lange Kerls beim Neujahrsempfang der Bundeswehr, 12. Januar 2012
Am 12. Januar 2012 fand der diesjährige Neujahrsempfang des Landeskommandos der Bundeswehr in Brandenburg sowie des Einsatzführungskommandos statt. Veranstaltungsort war wie bereits in den Jahren zuvor der Nikolaisaal in der Stadt Potsdam. Ebenso eine Tradition ist es, dass an dieser Veranstaltung die Potsdamer Riesengarde mit einer kleinen Abordnung präsent ist. So auch an diesem Tage, an dem zwei Grenadiere das Einlassgeschehen in der Zeit von 17:30 – 18:30 Uhr flankierten. Damit unterstreicht die Potsdamer Riesengarde ihre Verbundenheit mit der Bundeswehr, insbesondere am Standort Potsdam.
Teilnehmer: 2 Grenadiere
Fotos: in der Galerie und über info@lange-kerls.de
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Neujahrsempfang der Landesregierung Sachsen-Anhalt
Am 11. Januar 2012 fand in der Zeit von 17:00 - 21:00 Uhr der erste Auftritt des noch neuen Jahres für die Potsdamer Riesengarde statt. Anlass war der Neujahrsempfang der Landesregierung Sachsen-Anhalt auf dem Gelände der Junkerwerke (ehemaliger Flugplatz), heute Museum. Eingeladen hatte der Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. Neben ihm waren auch alle Minister der Landesregierung und ausgewählte Vertreter ausländischer Botschaften anwesend.
Die Eröffnungsrede hielt Fürst Leopold zu Anhalt-Dessau. Ein Grenadier stand ihm zur Seite. Auf Befehl des Fürsten hatte der Grenadier den Ministerpräsidenten aus der Mitte der Gäste geholt und zum Rednerpult geführt. In seiner Rede erwähnte der Ministerpräsident auch den 300. Geburtstag vom Fritz im Nachbarland und den 800. Jahrestag von Anhalt. Die Feierlichkeiten zu letzterem Jahrestag werden am 03. Februar 2012 im Theater Dessau offiziell eröffnet.
Alles in Allem ein gemütlicher Abend mit vielen Fotos und Gesprächen auch mit den Vertretern der Garde. Gewürdigt wurde besonders das Erscheinen der Selbigen durch einen persönlichen Dank vom Ministerpräsidenten.
Teilnehmer: 1 Fürst + Fürstin, 1 Grenadier + Hofdame, 1 förderndes Mitglied
Fotos: in der Galerie und über info@lange-kerls.de
MH
Bericht zu einer Vortragsveranstaltung am 18. Dezember 2011
Am 18. Dezember 2011 fand in der Gaststätte „Emils Uni Kum“ in Potsdam der letzte Auftritt der Potsdamer Riesengarde im Jahr 2011 statt. Dabei handelte es sich um einen halbstündigen Vortrag über die historischen Langen Kerls, Friedrich Wilhelm I. und die Langen Kerls von heute. Zuhörer waren Gäste einer Seniorenreisegesellschaft aus dem Osten Brandenburgs. Gegen 14:00 Uhr war der eigentliche Vortrag beendet und die Gäste konnten Fragen stellen, was sie auch hinreichend taten. Eine ähnliche Serie von Fachvorträgen wird es an gleicher Stelle auch im nächsten Jahr wieder geben. Die Potsdamer Riesengarde freut sich schon darauf.
Teilnehmer: 1 Grenadier
Fotos: über info@lange-kerls.de
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Bericht von der Vereinsweihnachtsfeier am 17. Dezember 2011
Am Sonnabend, den 17. Dezember 2011 fand die diesjährige Vereinsweihnachtsfeier statt. Die Örtlichkeit befand sich dieses Mal wieder in Potsdam und nennt sich „Zum Stadtwächter“. Bevor jedoch die Feier um 18:00 Uhr begann, konnten sich interessierte Vereinsmitglieder und Angehörige während einer Stadtführung über das alte Potsdam informieren. Thema dieser Führung war „Entlang der alten Stadtmauer Potsdams“. So trafen sich die 26 Teilnehmer gegen 16:00 Uhr auf dem „Alten Markt“ bei ziemlich böigem und bitterkaltem Wind.
Nach einigen Ausführungen zum Markt selbst und seiner Randbebauung machte sich der Tross entlang der „Alten Fahrt“ in Richtung Burgstraße auf. Unterwegs gab es vom vereinseigenen Stadtführer“ und seinem Begleiter, hier in der Funktion der „Stadtwächter“, amüsante Anekdoten und historische Fotokopien aus der Zeit des Soldatenkönigs zu sehen.
Von der Burgstraße ging es dann direkt zum Stadtkanal, konkret zu seiner Einmündung. Hier wurde schon ein großer Teil des historischen Kanals restauriert und für die Besucher zugänglich gemacht. Erfreulich für alle Beteiligten; die Lebensgefährtin des Stadtführers wartete kostümiert als Bürgerliche schon vor Ort mit einem heißen Punsch auf alle. Das Heißgetränk wurde dankbar von allen angenommen, zumal es leicht zu regnen anfing.
Nach dem Umtrunk ging es direkt zum Bassinplatz. Auch hier versetzte der Stadtführer die Begleiter in die alte Zeit zurück. Anhand alter Zeichnungen konnte er darlegen, wie vom „Heiligen See“ über den „Behlertgraben“ (der heutigen Behlertstrasse) das Bassin gespeist wurde und dann in Richtung „Fauler See“ (dem heutigen Platz der Einheit) ablief.
Aufgrund des Zeitablaufs und des zunehmend schlechteren Wetters entschied sich der Stadtführer, die Gaststätte „Zum Stadtwächter“ fast direkt anzusteuern. Dazu begaben sich die Rundgangsteilnehmer die Gutenbergstrasse bis auf die Höhe der Lindenstrasse, um in diese dann links einzubiegen. Hier hielten sie vor dem alten Kommandantenhaus, der heutigen Gedenkstätte für SED-Unrecht (Stasi-Gefängnis). Gegen 18:00 Uhr erreichte man schließlich den „Stadtwächter“.
Allen hat der Rundgang sehr viel Spaß bereitet und der eine oder andere hat sogar noch einiges Neues und Wissenswertes erfahren.
Vielen Dank dem Stadtwächter, seinem Bruder und seiner Lebensgefährtin.
Gegen 18:00 Uhr eröffnete der Vorsitzende im Namen des Vorstandes die Weihnachtsfeier und dankte für das zahlreiche Erscheinen. Kurz ging er auf ein paar Höhepunkte des abgelaufenen Jahres ein und richtete auch den Blick nach vorn. So seien beispielhaft die Jahreshauptversammlung, zugleich auch Wahlversammlung, als auch eine Vereinsfahrt nach Belgien genannt. Anschließend übergab er an den Schatzmeister, der einige „Weihnachtsgeschenke“ zu übergeben hatte. Als erster durfte ein langjährige Mitglied vortreten und anlässlich seiner 20jährigen Zugehörigkeit einen individualisierten Bierseidel in Empfang nehmen. Weiterhin erhielten die Neumitglieder ein T-Shirt mit aufgestickter Mitgliedsnummer. Zusätzlich erhielten sie einige Broschüren über das Wirken der Langen Kerls und des Soldatenkönigs. Über diese Broschüren und eine Tasse mit Lange-Kerls-Motiv konnten sich auch die diesjährigen Mitglieder auf Probe freuen. Einige Mitglieder auf Probe waren leider nicht vor Ort. Ihnen werden die Präsente nachgereicht. Ein Kamerad durfte gleich noch mal vor; er erhielt für sein bisheriges Engagement einen Glasbecher mit Motiv des Soldatenkönigs überreicht. Für alle Kameraden lagen ein Weihnachts- und ein aktueller Terminkalender bereit. Die heftigst applaudierteste Aussage des Schatzmeisters war die Ankündigung, dass bis 22:00 Uhr der Verein die Kosten der Feier trägt.
Nach dem offiziellen Teil ging man zum feiern über und ließ sich das Essen schmecken. Bei einer insgesamt ausgelassenen Stimmung wurde viel diskutiert, gelacht und auch getrunken. Die letzten Teilnehmer verließen gegen 00:30 Uhr die Gaststätte.
Teilnehmer: 58 Personen (davon: 19 Frauen)
Fotos: über info@lange-kerls.de
RT
Bericht zu einer Vortragsveranstaltung am 26. November 2011
Am 26. November 2011 besuchte eine 70köpfige Senioren-Reisegruppe das Landgasthaus „Emils Uni Kum“ in Potsdam-Eiche, um dort zu speisen. Seitens des Reiseveranstalters war angedacht, dass 2 Mitglieder der Potsdamer Riesengarde eine halbe Stunde lang den Reiseteilnehmer etwas zu den Langen Kerls, zum Soldatenkönig und zum jetzigen Verein erzählen. So trafen 2 Kameraden gegen 14:30 Uhr ein und sprachen getrennt in den zwei vorhandenen Sälen vor je einer Hälfte der Reisegruppe. Die Zuhörer lauschten neugierig den Ausführungen und stellten am Anschluss zahlreiche Fragen. Gegen 15:15 Uhr war dann für die beiden Kameraden die Veranstaltung beendet. Eine selbige soll am 03. Dezember 2011 an gleicher Stelle nochmals stattfinden.
Teilnehmer: 1 Offizier und 1 Grenadier
Fotos: über info@lange-kerls.de
RT
Bericht zum Tabakskollegium am 25. November 2011
Am 25. November 2011 fand zum 3. Mal in Folge das Tabakskollegium im Schloss Friedrichsfelde (Am Tierpark) statt. Eingeladen hatte wieder der Freundeskreis Schloss Friedrichsfelde, der personell auch die Veranstaltung in den Bereichen Garderobe, Getränke und sonstiger Service abdeckte. Hauptakteure waren selbstredend die Teilnehmer der Potsdamer Riesengarde, die durch 2 Mitglieder der Spandauer Stadtgarde unterstützt wurden.
Gegen 20:00 Uhr begrüßte der Vereinsvorsitzende Roman Tummerer die anwesenden Gäste (ca. 50) und erläuterte kurz die Verfahrensweise des Tabakskollegiums. Im Anschluss daran trug er getreu der alten Sitte eine kurze Geschichte aus der Zeit des Soldatenkönigs vor. Inhaltlich beschäftigte sie sich mit dem Charakter des Fürsten Leopold zu Anhalt Dessau sowie mit dem Feldmarschall und Rat Grumbkow. Beide standen sich ihrer Zeit unversöhnlich gegenüber.
Während der Lesung traten nach und nach die anderen Teilnehmer der Runde ein und nahmen an der Tafel platz. Letztendlich erschien auch der König und fing zugleich mit dem „Palavern“ an. Nachdem es sich rund 1 Stunde lang um Werben von Grenadieren, deren Exerzieren, um den Alten Dessauer und um die „Restaurierung“ des Potsdamer Stadtschloss drehte, verspürte seine Majestät plötzlich einen großen Hunger und eröffnete sogleich das Buffet im Nebenzimmer. Hier sei angemerkt, dass es wieder Speisen gab, die nach Rezepten aus der damaligen Zeit zubereitet wurden. An dem Essen beteiligten sich wohl die Kollegiumsteilnehmer wie auch ihre Gäste.
Nach der Essenseinnahme konnte sich das interessierte Publikum mit Fragen direkt an die Teilnehmer des Kollegiums wenden. Diese antworteten fachkundig und ausführlich. Gegen 22:30 Uhr war dann die Veranstaltung offiziell beendet.
Teilnehmer: 5 Mitglieder der Potsdamer Riesengarde, 2 Mitglieder der Spandauer Stadtgarde.
Fotos: über info@lange-kerls.de
RT
Bericht zum Training am 19. November 2011
Am 19. November 2011 fand auf dem Neuen Markt das zweite Novembertraining als Zusatztraining statt. Leider konnten an diesem Termin nur sechs Kameraden teilnehmen. Deshalb wurde ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung der "Bauern" beim Exerzieren mit der Waffe geübt. Trotz kalter Witterung haben viele Besucher Interesse an den übenden Kerls, an den Fakten zum Verein und zur Geschichte der Langen Kerls gezeigt. Das Training fand von 11:00 – 13:00 Uhr statt.
Teilnehmer: 1 Offizier, 1 Tambour, 1 Fähnrich, 1 Grenadier, 2 Bauern sowie 1 Interessent (Bauer)
BV
Lange Kerls bestehen Prüfung zum Umgang mit Schwarzpulver mit Bravour
Am Sonntag, 06.11.2011, absolvierten weitere 9 Kerls den Lehrgang zum Umgang mit Schwarzpulver. Der Lehrgang verdeutlichte den Kameraden eindringlich die Verantwortung, die sie nunmehr durch das Hantieren mit Schwarzpulver übernehmen wollen. Auf einem Schießstand erhielten sie zudem die Möglichkeit, unter Aufsicht mit einer Vorderladerpistole scharf zu schießen. Auch dies zeigte allen nachdrücklich die Notwendigkeit gewissenhaften Umgangs mit Schwarzpulver.
Am Nachmittag erläuterte ein Mitarbeiter des Landesamts für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin die rechtlichen Grundlagen des Umgangs, Transports und der Lagerung von Treibladungen. Unter seiner Aufsicht absolvierten die Kameraden danach auch die Prüfung.
Stolz können wir vermelden, daß alle Kameraden die Prüfung mit fliegenden Fahnen bestanden haben.
Ihnen allen herzliche Glückwünsche!
Für den Verein war dies ein wichtiger Schritt in Richtung Wahrnehmung seiner Verantwortung auch der Gegenwart gegenüber.
GK
Bericht zum Training am 05. November 2011
Am 05. November 2011 fand das monatliche Training im Krongut Bornstedt statt. Bei frühlingshaftem Wetter fanden einige hundert Zuschauer und 12 Kameraden den Weg dorthin. Das Training gliederte sich im Wesentlichen in drei Ausbildungsabschnitte:
A) Gewehrgriffe innerhalb des Marsches
B) Postenwechsel und
C) Etappenexerzieren ohne Trommelunterstützung (ähnlich Wachbataillon der Bundeswehr)
Alle Kameraden waren mit Spaß bei der Sache und so verging die Zeit recht schnell. Noch mehr Spaß kam auf, als der Profi-Boxer Robert Helenius mit seiner Familie und einem Pressebegleiter auftauchte. Helenius wollte sich für seinen nächsten Profiboxkampf in Finnland am 03. Dezember 2011 einmal in preußischer Uniform ablichten lassen. Das Gardemaß von 2m hatte er schon von Hause her mitgebracht. Nach ca. einer halben Stunde trat er dann eingekleidet in voller Montur vor die Truppe und machte dabei keine schlechte Figur! Der Herr von der Presseabteilung machte dann auch seine Fotos und man kam sich dabei vor, als sei man nicht auf dem „Exerzierplatz“ sondern auf einer „Modenschau“. Nach einer weiteren halben Stunde hat der Fotograf alles im Kasten und das Training war damit offiziell beendet.
Das nächste Training findet am 19. November 2011 von 11:00 – 15:00 Uhr auf dem Gelände des Kutschstallensembles statt!
Teilnehmer: König, 1 Feldwebel, 2 Tamboure, 1 Fähnrich, 6 Grenadiere und 1 Bauer
Fotos: über info@lange-kerls.de
RT
Bericht zum Training am 22. Oktober 2011
Am 22. Oktober 2011 fand ein Zusatztraining auf dem Gelände des Kutschstalls (Neuer Markt) statt. Da leider nur wenige Kameraden die Teilnahme an diesem Zusatztermin ermöglichen konnten, wurde beschlossen, das Training von den üblichen vier auf zwei Stunden zu verkürzen. Unter dem Kommando des Feldwebels wurden alle bisher bekannten Griffe geübt und im zweiten Teil der Ausbildung versuchte man sich an etwas völlig Neuem. Hierbei ging es um das Verbringen des Gewehres von der Schulter auf den Rücken des Grenadiers, um beide Hände für den Granatenwurf frei zu bekommen. Das Exerzierreglement beschreibt die Aktion mittels dreier Sätze, die Umsetzung stellte sich aber als sehr problematisch da. Obwohl man im Verlaufe der zurückliegenden Ausbildungsstunde letztendlich eine Variante gefunden hatte, die dem Anliegen des Exerzierreglements, das Gewehr auf den Rücken zu nehmen, entsprach, waren sich alle Beteiligten einig, hier noch einmal in Klausur zu gehen. Eine Fortsetzung wird somit beim nächsten regulären Trainingstag am 05. November 2011 auf dem Gelände des Krongutes Bornstedt folgen.
Teilnehmer: 1 Feldwebel, 1 Fähnrich und 5 Grenadiere
Fotos: über info(at)lange-kerls.de
RT
Beitrag zum Training im Oktober 2011
Am 08. Oktober 2011 fand das monatliche Training wie üblich auf dem Gelände des Krongutes Bornstedt statt. In der Zeit von 11:00 – 15:00 Uhr exerzierten die Langen Kerls bei sonnigem aber kaltem Wetter im Innenhofbereich. Anfangs spärlich, ab Mittag aber deutlich kamen zahlreiche Besucher ins Krongut und erfreuten sich an den Grenadieren. Neben den Standardformalien in der Ausbildung wurde verstärkt an „Showelementen“ geübt, was offensichtlich sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Trainingsteilnehmern gut ankam. Unter den Trainierenden waren diesmal auch zwei Interessenten (Bauern), die durch ein Extraexerzieren an die Grundelemente der Handhabung mit der Waffe herangeführt wurden. Zum Abschluss der Ausbildung wurde zur Freude der Zuschauer Salut geschossen. Allen Beteiligten hatte das Training Spaß bereitet und man ist gespannt, ob der Feldwebel beim nächsten Training daran anknüpfen kann.
Teilnehmer: König, Alter Dessauer, Feldwebel, Tamboure, Grenadiere, Bauern sowie Furier. Gäste: Horstmann, Terwedow, Fornfeist. Fotos über Horstmann
Beitrag zur Vereinsfahrt nach Zagreb, Kroatien 2011.
Anlässlich des Jahrestages der Deutschen Einheit präsentierte sich das Land Brandenburg am 02. und 03. Oktober 2011 in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Initiator dieser Präsentation war die brandenburgische Staatskanzlei. In verschiedenen Veranstaltungen zeigte sich Brandenburg als vielseitiges modernes und liebenswertes Land, dessen moderne Filmbranche lange Tradition hat und das mit erneuerbaren Energien sowie ökologischer Landwirtschaft fest in der Moderne steht.
Stets mit dabei der Ministerpräsident Matthias Platzeck und eine Abordnung der Potsdamer Riesengarde. Die "Sympathieträger" (Zitat Staatskanzlei) waren wie immer ein echter „Hingucker“. Die Reiseplanung ließ aber neben den "Protokollpflichten" auch genug Raum für individuelle Freizeitgestaltung. Jedoch der Reihe nach:
Am 29. September 2011 trafen sich die Kameraden der Potsdamer Riesengarde gegen 09:00 Uhr am Flughafen Schönefeld. Schnell waren die persönlichen Sachen eingecheckt. Probleme beim Einchecken der Bewaffnung konnten mit Unterstützung einer anwesenden Vertreterin der Staatskanzlei geklärt werden. So erreichte die Abordnung gegen 12:30 Uhr kroatischen Boden. Am Flughafen begrüßte ein Mitarbeiter der Deutschen Botschaft die Langen Kerls und hatte bereits im Vorfeld für entsprechende Transportkapazitäten gesorgt. Vom Flughafen ging es direkt zur Unterkunft, einem sehr ordentlichen Hostel in der unmittelbaren Nähe des Stadtzentrums. Die verbliebene Zeit wurde dann für erste Erkundungen Zagrebs verwendet.
Der 30. September als auch der 01. Oktober 2011 wurden ausschließlich für Freizeitaktivitäten genutzt. So fuhr ein großer Teil der Garde in einen ca. 2,5h Autostunden entfernten Naturpark. Andere nutzten die Zeit für ausgedehnte Spaziergänge durch die Stadt. Am Abend des 01. Oktobers begrüßten Vertreter des ortsansässigen "Krawattenregiments" die Riesengarde mit Geschenken. Gemeinsam wurden Zeit und Ort des für den 2. Oktober geplanten gemeinsamen Auftritts besprochen.
Am 02. Oktober 2011 rückte gegen 10:00 Uhr die Potsdamer Riesengarde mit „klingendem Spiel“ ins Stadtzentrum vor. Beim überqueren des Marktplatzes sorgte sie für großes Interesse bei den Anwesenden. Von dort ging es dann hinauf auf den Vorplatz einer Kirche, auf dem das gemeinsame Exerzieren stattfand. Hierbei konnte den Angehörigen des Krawattenregiments eine hohe Professionalität bescheinigt werden. Im Anschluss an das Exerzieren überreichte die Potsdamer Riesengarde Gastgeschenke und verlegte zurück ins Hostel. Um 18:00 Uhr verlastete Sie erneut und fuhr zur Residenz des Deutschen Botschafters. Der dortige Empfang gab brandenburgischen und kroatischen Medienschaffenden die Gelegenheit zum Austausch. Gegen 23:00 Uhr erfolgte die Rückverlegung der Garde.
Am 03. Oktober 2011 ging es bereits recht früh los. Um 08:30 Uhr mussten die Langen Kerls bereits beim 18. Gymnasium sein. Auf dessen Schulhof trugen kroatische, deutsche und auch polnische Schüler von 09:00 – 16:00 Uhr ein Straßenfußballturnier unter dem Motto „Immer in Bewegung – für Toleranz“ aus. Die Langen Kerls umrahmten natürlich die feierliche Eröffnung und die Siegerehrung am Ende. Dazwischen feuerten sie die brandenburgischen Mannschaften an.
Für eine touristische Präsentation des „Reiselandes Brandenburg“ um 11 Uhr verlegte ein Teil der Truppe ins Hotel Esplanade. Im Anschluß daran bedankte sich die Garde beim Wirt des Restaurants "Purger" für seine vortreffliche Bewirtung tags zuvor.
Am Abend vereinigten sich beide Teile der Garde wieder vor der Lisinski Konzerthalle. Sie empfangen die Gäste durch ein Spalier und mischten sich später unters „Volk“. Gegen 20:00 Uhr begann dann die Filmvorführung des Klassikers „Metropolis“ in der ergänzten Fassung (2:40h), musikalisch unterlegt vom Deutschen Filmorchester Babelsberg und dem Kroatischen Rundfunk-Symphonieorchester. Im Anschluss daran gab es noch einen kleinen Empfang.
Am 04. Oktober 2011 flog die Potsdamer Riesengarde um 12:30 Uhr nach Deutschland, während 2 Kameraden Vertreter der brandenburgischen Staatskanzlei nach Slowenien begleiteten. Dort begrüßten die Langen Kerls die Gäste eines Empfangs des deutschen Botschafters im Hotel „Lev“, an dem auch Musiker des Babelsberger Filmorchesters mitwirkten.
Am 05. Oktober begann dann auch für die beiden letzten Gardisten die Heimreise, die am 06. Oktober 2011 nach 19h Bahnfahrt endete.
Fazit: Eine gelungene Vereinsreise mit offiziellem Charakter, der nicht nur das Vereinsleben und die Kameradschaft nachhaltig förderte, sondern auch das Wissen um die Existenz der legendären Potsdamer Riesengarde in ein weiteres Land trug. 14 Teilnehmer: 2 Offiziere, 1 Tambour, 1 Fähnrich, 2 Zimmerleute, 7 Grenadiere sowie 1 Furier
Berichte der Staatskanzlei auf deren Seiten: 02.10., 04.10., 05.10. (externe Links, auch mit Bildern)
Beitrag zum Schloss- und Stadtfest Königs Wusterhausen 2011.
Am 24. September 2011 fand in Königs Wusterhausen das Schloss- und Stadtfest statt. Bei herrlichem Wetter strömten tausende Besucher aus Königs Wusterhausen, der Umgebung und aus Berlin ins Zentrum der Stadt. Weiträumige Absperrungen kündigten das Spektakel bereits an. Mit von der Partie waren diesmal auch die Langen Kerls aus Potsdam. Gegen 12:00 Uhr begann das Fest mit einem großen Festumzug, an dem viele Traditions- und andere Vereine beteiligt waren. Irritierend für die Zuschauer, dass die Langen Kerls zweimal vertreten waren. Zum einen die „Echten“ und zum anderen eine einheimische Leiengruppe in den Kostümen der Selbigen. Leider waren diese (kurzen) Herren im Regelfall einen Kopf kleiner (als das Preußische Gardemass), was den Namen „Lange Kerls“ konterkarierte. Nach dem Umzug führte die Potsdamer Riesengarde (aka "die Originalen") vor dem Schloss ein kleines Exerzitium durch und zog sich dann bis um 15:00 Uhr in das Heimatmuseum (u.a. für Recherchezwecke) zurück. Auf verschiedenen Bühnen und Plätzen lief derweil das Festprogramm weiter. Gegen 15:30 Uhr trat unsere Truppe vor dem Amtsgericht an, exerzierte und beendete das dortige Exerzieren mit einem Salutschuss. Trotz vieler „Rohrkrepierer“ – Vorderladerwaffen sind nicht so zuverlässig - ging das übliche Raunen durch die Menge der Publikums. Nach dieser Einlage war (für uns) wieder Freizeit angesagt und es ging dann 17:30 Uhr vor dem Schlossplatz weiter. Auch hier wurde exerziert und ein Salutschuss abgegeben. Um 19:30 Uhr fand sich die Garde schlussendlich vor den Kavaliershäusern ein und flankierte Gunther Emmerlich von dort auf die Schlossbühne. Das hatte sich der Entertainer ausdrücklich gewünscht und manchmal werden Wünsche war.
Anmerkungen, bzw einige "in Klammern-Info" durch JSS
Beitrag des Vereinsvorsitzenden (vom 20.09.2011) zur Vereinsfahrt nach Pianezza (Italien) 2011.
Vom 15. September bis zum 19. September 2011 fand die diesjährige Vereinsfahrt zu unseren italienischen Freunden in Pianezza statt. Bevor ich jedoch über diese Reise berichte, möchte ich den „unwissenden, aber interessierten Zeitgenossen“ darüber aufklären, warum unser Verein nunmehr das 6. Mal nach Pianezza fuhr und warum es dort auch „Lange Kerls“ gibt. Es war Mitte der 90ziger Jahre, als eine kleine Schar historisch interessierter Bürger des kleinen Turiner Vorortstädtchens Pianezza bei Grabungsarbeiten auf dem Schlossplatz nicht nur auf die alten Fundamente des abgebrannten Schlosses stieß, sondern auch auf zum Teil noch gut erhaltene Abschnitte eines „Geheimganges“. Plötzlich nahm die „Legende“, wonach das Schloss über einen Geheimgang unter maßgeblicher Mitwirkung einer einheimischen jungen Frau namens Maria Bricca von französischen Besatzern zurückerobert wurde, Gestalt an. Doch der Reihe nach:
Wir schreiben das Jahr 1706, Oberitalien (die Region Piemont) war im Rahmen des spanischen Erbfolgekrieges durch französische und spanische Truppen besetzt. Piemontesen und Österreicher versuchten gemeinsam die Franzosen und Spanier aus den besetzen Gebieten zu vertreiben. Am 07. September 1706 fand die größte Schlacht (um Turin) dieses Krieges statt, in deren Ergebnis sich die Franzosen und Spanier aus Oberitalien zurückzogen. Im Vorfeld dieses großen Ereignisses stand die Rückeroberung der Festung in Pianezza, in der sich französische Einheiten aufhielten und die die Versorgung der französischen Streitmacht vor Turin sicherstellte. In der Nacht zum 06. September 1706 führte besagte Maria Bricca preußische Hilfstruppen über einen Geheimgang in das Innere des Schlosses, wo diese die Besatzer überraschten, töteten bzw. gefangen nahmen. Zwar war bekannt, dass unter Führung des Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau (auch als „Alter Dessauer“ bekannt) preußische Truppen den Österreichern ausgeholfen haben, welche Einheit aber bei der Erstürmung der Festung Pianezza zugegen war, ließ sich nicht mehr ermitteln. Die oben genannte Gruppe Italiener wandte sich an die Deutsche Botschaft und auch an das Zeughaus in Berlin mit der Bitte, sie bei der Recherche zu unterstützen. So gelangte das Ansinnen schlussendlich bei den Potsdamer „Langen Kerls“. Wir bemühten uns um neue Erkenntnisse, konnten aber auch nicht viel mehr in Erfahrung bringen. Schließlich entschied sich ein Teil der Gruppe aus Pianezza, eine militärhistorische Formation, identisch mit der Potsdamer Garde, zu gründen. Sie nannten sich ab sofort: „Granatieri Brandeburghesi“ (Brandenburgische Grenadiere). Im Jahr 1999 folgten die italienischen Grenadiere einer Einladung unseres Vereins anlässlich der 1. filmhistorischen Parade im Filmpark Babelsberg. Im Jahr 2000 erfolgte unsererseits der erste Gegenbesuch. Seitdem besuchen wir uns gegenseitig in einem unregelmäßigen zweijährigen Wechsel. Am letzten Wochenende war es also nach 2000, 2002, 2004, 2006 und 2008 an uns, wieder nach Pianezza zu reisen. Das bedeutete mangels Alternativen eine ca. 18stündige Busfahrt. Am 15. September 2011 ging es dann um 19:00 Uhr von der Havellandkaserne in Potsdam los. Mit an Bord waren 2 Kameraden der Spandauer Stadtgarde nebst Begleitung. Unterwegs wurden noch ein Kamerad aus Weißenfels und eine Kameradin aus dem Vogtländischen aufgenommen. Gegen 13:00 Uhr trafen wir am 16. September in Pianezza ein, wo ein „Empfangskomitee“ zugleich sich um uns kümmerte. Wir bezogen wie bereits in den Jahren zuvor in der zentral gelegenen Jugendherberge Quartier und wurden danach zum Mittagessen eingeladen. Am Abend fand dann ein erstes Treffen mit den „übrigen“ Vereinskameraden statt. Bei typischem italienischen Essen und Wein wurde der Abend recht lang. Erwähnt soll hier noch werden, dass die Tagestemperatur bei 28°C lag.
Am 17. September 2011 begannen wir den Morgen mit einem einfachen Frühstück und machten uns dann auf, den vor ca. 3 Jahren verstorbenen ehemaligen Vereinsvorsitzenden an seinem Grab zu ehren. Von dort ging es zum Zentralfriedhof in Turin, wo wir am Grab des General Amoretti (ehem. Verbandspräsident der wehrhistorischen Garden in Piemont) ebenfalls ein Gebinde ablegten. Anschließend wurde die Turiner Innenstadt „ausgekundschaftet“, was insbesondere den weiblichen Teilnehmern zu gute kam. Gegen 18:00 Uhr trat die Garde dann gemeinsam mit den italienschen Kameraden zu einem gemeinsamen Training an. Leider fing es sehr stark zu regnen an, was den weiteren Tagesverlauf nachhaltig durcheinander brachte. So konnte das Training nicht optimal durchgeführt werden. Stattdessen wurden wir alle zur Stadthalle verlegt, in der ein umfangreiches Rahmenprogramm ablief. Dort traten wir mehrmals mit unseren Freunden auf, was großen Zuspruch bei den Zuschauern fand. Im Anschluss sahen wir uns alle gemeinsam eine Filmproduktion an, welche noch einmal in Kurzform darstellte, welchen Einfluss Maria Bricca und die „Preußen“ auf die Geschehnisse im Jahr 1706 in Pianezza hatten. Ein paar Kopien dieses Films erhielten wir als Geschenk. Nach der Veranstaltung verlegten wir wieder zurück in die Jugendherberge und ließen uns wieder von den Italienern mit Speis und Trank verwöhnen. Nicht unerwähnt soll hier bleiben, dass der Transport von der Jugendherberge zur Stadthalle und zurück auf Grund des regnerischen Wetters ganz uneigennützig mittels der Fahrzeuge der Gastgeber erfolgte. Ursprünglich sollte die Strecke abgelaufen werden.
Am 18. September 2011 begannen wir den Morgen wieder mit einem gemeinsamen Training. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört. Gegen 11:00 Uhr besuchte uns der Bürgermeister der Stadt Pianezza und kündigte einen Gegenbesuch an. Dieser wird voraussichtlich in Königs Wusterhausen stattfinden. Nach dem Mittagessen machte sich der gesamte Tross auf und bezog die Ausgangsstellung für den Stadtumzug. Dieser begann für italienische Verhältnisse auch relativ pünktlich gegen 15:30 Uhr und war bereits gegen 16:30 Uhr beendet. Im Anschluss daran traten wir noch einmal vor der Haupttribüne an und feuerten eine Salve ab. Nun hieß es wieder Sachen packen und auf den Bus verlasten. Zum Abschiedsabendessen wurden wir dann gegen 20:00 Uhr in ein ehemaliges Kirchenschiff geladen, in dem es dann stimmungsmäßig recht hoch her ging. Leider geht auch der schönste Abend einmal zu Ende und der Abschied kommt unweigerlich. So verließen wir die Feier gegen 23:30 Uhr und machten uns auf die Heimreise.
Am 19. September 2011 kamen wir erschöpft, aber zufrieden gegen 18:00 Uhr wieder in der Havellandkaserne an. Wir freuen uns schon auf den Besuch unserer Freunde im Jahr 2012. Fotos: über Tummerer, Vogt, Meißner
Beitrag des Vereinsvorsitzenden (vom 12.09.2011) zum Training in KW.
Am 10. September fand im Krongut Bornstedt das monatliche Training der Potsdamer Riesengarde statt. Auf Wunsch des Krongutes nicht wie üblich am ersten Wochenende, sondern diesmal am zweiten. Pünktlich – kurz nach 11:00 Uhr – formierte sich die Truppe, die trotz vieler Entschuldigungen verhinderter Kameraden auf eine Beteiligung von insgesamt 13 Personen kam. Da auch alle Ausbilder nicht zugegen waren, übernahm der Vorsitzende persönlich die Übungsleitung. Da es am besagten Tag recht schwül war, trat die Truppe in Blöcken a 30 min an, um dann jeweils 25 min Pause zu machen. Geübt wurden wie immer alle Standardgriffe. Ein Hauptübungsinhalt war das „Etappenexerzieren“ verschiedener Kommandos. Erfreulich ebenfalls, dass die Kerls einen Neuzugang aus Potsdam zu verzeichnen hatten, der auch gleich aktiv mit eingebunden wurde. Auch ein weiterer Interessent reiste aus dem „fernen“ Halle an, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Aufgrund des eigentlich sehr freundlichen Wetters fanden viele Besucher den Weg ins Krongut – oder lag es etwa an den Kerls? Fotos: über Horstmann
Beitrag des Vereinsvorsitzenden (vom 09.09.2011) zur Planung der Kroatienreise.
Vom 02. Oktober bis zum 05. Oktober 2011 wird sich das Land Brandenburg im Rahmen der Feierlichkeiten zum „Tag der Deutschen Einheit“ in den Ländern Kroatien und Slowenien präsentieren. Neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft werden der Ministerpräsident sowie weitere Landesminister/Staatssekretäre durch Sympathieträger aus der Region die Veranstaltungen flankieren. Mit von der Partie ist eine größere Abordnung der Potsdamer Riesengarde. Im Vorfeld der Präsentation des Landes Brandenburg weilen in der Zeit vom 08. September bis 11. September Vertreter der kroatischen Medien (Print/TV) in Brandenburg, um sich hier vor Ort bereits ein Bild zu machen. Nach verschiedenen Besichtigungstouren führte sie der Weg gegen 19:30 Uhr in das Krongut Bornstedt, wo es im Rahmen eines Abendessens zu bilateralen Gesprächen kam. Mit dabei waren auch zwei Vertreter der Garde (in Uniform), die die Gäste herzlich begrüßten. Da die Gäste zum Teil deutsch sprachen, entwickelten sich doch nationenübergreifende Gespräche. Wenn es mal gar nicht ging, wurde auf Englisch ausgewichen. Gegen 21:30 Uhr verabschiedete man sich von einander und freute sich schon auf ein Wiedersehen in Kroatien.
Beitrag des Vereinsvorsitzenden (vom 08.09.2011) zum Besuch der Fregatte Brandenburg.
In der Woche vom 05. September bis zum 10. September 2011 weilt auf Einladung des Brandenburgischen Landtages eine 21 köpfige Delegation der „Fregatte Brandenburg“ in der Landeshauptstadt Potsdam. Zwischen dem Landtag und der Besatzung der Fregatte besteht eine mittlerweile mehrjährige Patenschaft, die sich nunmehr auch auf den Freundeskreis „Fregatte Brandenburg“ und ein Kinderheim erstreckt. In den letzten Jahren war auch immer eine Abordnung der Langen Kerls bei Veranstaltungen auf der Fregatte oder in Potsdam zugegen, auch wenn es keine expliziten Vereinbarungen über eine Patenschaft zwischen der Fregatte und der Potsdamer Riesengarde gibt. Am 07. September 2011 lud nun die Vizepräsidentin des Landtages als Schirmherrin um 19:00 Uhr zu einer Abendveranstaltung in das Schlosshotel Cecilienhof ein, um die Patenschaft mit allen Beteiligten zu vertiefen. Bei einem netten Abendessen entstanden viele angeregte Gespräche. Zwei Vertreter der Riesengarde waren mit dabei. Gegen 22:00 Uhr fand der Abend dann sein Ende.
Beitrag des Vereinsvorsitzenden (vom 08.08.2011) zum Training in KW.
Am 06. August 2011 fand ein Sondertraining auf dem Gelände des Schlosses Königs Wusterhausen statt. Trotz der Urlaubszeit war die Beteiligung recht hoch, 18 Kameraden fanden sich gegen 11:00 Uhr vor Ort ein. Obwohl die Meteorologen ein wechselhaftes Wetter mit Regenschauern vorausgesagt hatten, entwickelte sich das Wetter ganz anders. So bauten sich die Temperaturen recht schnell auf und in der Sonne stieg das Thermometer schon einmal über die 30 Grad-Marke. Das war für alle Teilnehmer doch sehr belastend. Abkühlung, geschweige Regen war nicht in Sicht. Dementsprechend wurden häufiger Pausen durchgeführt. Trainingsinhalte waren diesmal das Marschieren, das Wenden in Zügen sowie das Pelotonfeuer, ein versetztes Schießen und Laden in Formation. Unter den Trainingsteilnehmern waren auch wieder zwei „Bauern“, einer davon ein Neuzugang aus Potsdam. Trotz der Hitze hat es allen gut gefallen. Das nächste Training findet im September wieder auf dem „Krongut Bornstedt“ statt. Fotos: Horstmann
Riesengarde unterstützt Brandenburg im TV und Radio Duell gegen Berlin
Die Riesengarde folgte am Sonnabend, 30.07.2011, einer kurzfristigen Einladung des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Im rbb-Duell Berlin-Brandenburg unterstützten wir das Brandenburger Team als wichtiges Lokalkolorit. Die Lokalradios Antenne Brandenburg und Radio Berlin 88,8 ließen Teams aus ihren Hörern zum spielerischen Kräftemessen antreten. Neben dem eher ländlich geprägten Melkwettbewerb schnitten die Brandenburger auch in der städtischen "Prenzl' Ralley" mit Kinderwagen und Latte Macchiato besonders gut ab. Alle Teilnehmer ließen sich trotz des schlechten Wetters die gute Laune nicht verderben.
Informationen zur Sendung finden Sie auf der RBB-Webseite (externer Link)
Text: Köhler, Schrader, Strauss
Beitrag des Vereinsvorsitzenden (vom 04.07.2011) zum Training an der "La Manege"
Am 02. Juli 2011 fand das Training auf dem Gelände des Kutschstallensembles statt. Leider r













