Verein zur Förderung und Pflege der Tradition der Potsdamer Riesengarde "Lange Kerls" e.V.








Verabschiedung der Fregatte "Brandenburg",
Wilhelmshaven, 17.03.2014


Die Fregatte "Brandenburg", das Patenschiff des gleichnamigen Bundeslandes, ist am 17. März 2014 in Wilhelmshaven von Angehörigen der Mannschaft sowie einigen Offiziellen zu einem mehrmonatigen Anti-Piraten-Einsatz im Rahmen der Atalanta-Mission in die Gewässern am Horn von Afrika verabschiedet worden. Auch eine Abordnung der Potsdamer Riesengarde "Lange Kerls" war aus diesem Anlass nach Wilhelmshaven gekommen.

Die Abordnung war bereits am Vortag angereist. Am Marine-Stützpunkt angekommen, wusste jedoch niemand über den angekündigten Besuch der Riesengarde Bescheid. Glücklicher Weise befand sich auf der Fregatte bereits ein Unteroffizier, der mit den "Langen Kerls" seit Jahren im freundschaftlichen Kontakt steht. Er kümmerte sich um den "Einlass" und brachte die Gruppe erst einmal auf das Schiff, konkret in die Messe der Portepee-Unteroffiziere. Bei einigen Gläsern Bier konnten alle gemütlich den weiteren Lauf der Dinge abwarten. Letztendlich war alles geklärt und die "Langen Kerls" konnten in einem Kasernengebäude Quartier beziehen. Den Abend verbrachten die Kerls dann in der Gaststätte "Europa", offensichtlich ein griechisches Lokal, bei Bier und sehr gutem Essen.

Am nächsten Morgen ging es bereits um 8 Uhr zur Fregatte "Brandenburg". Die ersten Besatzungsmitglieder waren schon mit ihren Angehörigen eingetroffen und es wurden schnell immer mehr. Zur Zeit verrichten 236 Männer und Frauen ihren Dienst an Bord des Schiffes. Gegen 08:45 Uhr trafen auch der brandenburgische Innenminister Ralf Holzschuher sowie der Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg Oberst Peter Arendt ein. Sie wurden durch den Fregattenkapitän Gerald Liebich herzlichst auf dessen Schiff begrüßt. Dabei bildeten die "Langen Kerls" die würdige Umrahmung. Nach einführenden Worten des Kapitäns richtete der Innenminister einige Grußworte an die Mannschaft und an deren Angehörige. Im Anschluss schossen die "Langen Kerls" trotz starker Böen zweimal Salut. Erwartungsgemäß kam es dabei zu Schwierigkeiten denn der Wind riss entweder den Funken oder das Pulver oder beides von der Pulverpfanne der Gewehre. Letztendlich gelang es aber beiden Grenadieren sich lautstark in Szene zu setzen.

Um 09:30 Uhr mussten alle Nicht-Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen und unter den Klängen des Marine-Musikkorps legte die Fregatte "Brandenburg" ab und wurde dann von zwei Schleppern in die offene Bucht gezogen. Dort nahm die Fregatte schnell eigene Fahrt auf und unter dem solidarischem Hupen anderer Schiffe entschwand sie schnell den Blicken der an Land Zurückgebliebenen. Das war ein Moment, bei dem den Anwesenden nicht nur der eisige Wind unter die Haut ging.

Nach dem die Fregatte den Hafen verlassen hatte, rüsteten sich auch die Kameraden der Riesengarde wieder zum Aufbruch. Die Rückfahrt erfolgte recht entspannt und gegen 16:30 Uhr waren alle wohlbehütet in der Heimat angekommen.

Für ihre Anreise und ihre Aktionen im Rahmen der Verabschiedung der Fregatte bedankte sich der Fregattenkapitän Gerald Liebich ausdrücklich bei den "Langen Kerls" und unterstrich die enge Patenschaft zwischen der Fregatte "Brandenburg" und der Potsdamer Riesengarde. Und wenn alles klappt, sieht man sich dann am 22. August 2014 an selbiger Stelle wieder, wenn die Fregatte "Brandenburg" den Heimathafen wieder anläuft.
Teilnehmer: 1 Offizier, 2 Zimmerleute, 2 Grenadiere, 1 Furier
RT

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