Verein zur Förderung und Pflege der Tradition der Potsdamer Riesengarde "Lange Kerls" e.V.












6. Magdeburger Festungstage, Magdeburg, 01. bis 04.05.2014

Vom 1. bis 4. Mai 2014 fanden die 6. Magdeburger Festungstage in der alten Festungsanlage "Mark" statt. Neben dem gastgebenden Verein und zahlreichen anderen militärhistorischen Vereinen, insbesondere aus der friderizianischen Epoche, war auch eine Abordnung der Potsdamer Riesengarde angemeldet. Am 1. Mai traf bereits das Vorkommando vor Ort ein und errichtete die Mannschaftszelte, das Fürsten- und das Verpflegungszelt, dies geschah zum Glück gerade noch rechtzeitig, bevor der Regen einsetzte Am 2. Mai blieb es dann zwar bewölkt, aber es regnete nicht mehr. Gegen 16 Uhr trafen die restlichen Kameraden der Garde ein und um 17 Uhr trat das gesamte „Feldlager“ an und marschierte zum alten Rathaus der Stadt. Dort wurde der Tross bereits vom Oberbürgermeister erwartet, der sich an die „Forderungen“ des letzten Jahres noch erinnerte. Er übergab dem Alten Dessauer einen Lachs (filetiert, geräuchert und bereits in handelsüblicher Verpackung) sowie 4.000 Taler (Währung und damit Kaufkraft war leider nicht ersichtlich). Nach weiteren Begrüßungsworten eröffnete der Bürgermeister die Festungstage und anschließend zogen die Truppen wieder in Richtung Festung.
Zum Abend lud der Veranstalter alle Mitwirkenden zum Essen ein, welches dankend entgegen genommen wurde. Ein Rahmenprogramm im Innenhof der Festung rundete den ersten Festtag ab.
Der Sonnabend, der 3. Mai, begann nach einer recht kalten Nacht sehr sonnig und verursachte bei einigen Kameraden sogar einen deutlich sichtbaren Sonnenbrand. Bereits um 10 Uhr traten alle Feldlagerteilnehmer an, um zu den Festungsmauern entlang der Elbe zu marschieren. Am Guericke-Zentrum wurden dann vom Veranstalter, unter Mitwirkung des Alten Dessauers, die 6. Magdeburger Festungstage offiziell eröffnet. Anschließend wurde von allen Gewehrträgern ein Salutschuss abgefeuert. Auch die mitgeführten Kanonen feuerten einige Salven ab. Im Anschluss marschierte die Formation zurück in den Innenhof der Festung, wo einzelne Truppenteile den anwesenden Magdeburgern einiges aus ihrem Repertoire darboten. Auf Grund zu geringer Teilnehmerzahl konnte die Riesengarde dabei nicht mitwirken. Gegen 16 Uhr fand auf einer nahegelegenen Wiese eine Gefechtsnachstellung statt. Dabei wurde der Umgang mit dem Vorderladergewehr gezeigt, insbesondere das sogenannte Peletonschießen. Auch die Kavallerie kam zum Einsatz, hier wurde die gesamte Szenerie von einem Rittmeister sehr ausführlich und transparent moderiert. Nach der Gefechtsdarstellung marschierten die Einheiten wieder in die Festung zurück. Um 18 Uhr begann auf dem Innenhof der Festung der "Zapfenstreich". Alle Verbände marschierten geschlossen in den Innenhof und bildeten ein Karree. Den musikalischen Part übernahmen wie so oft der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr aus Eisfeld, hier als Vertreter des preußischen (kaiserlichen) Infanterieregiments Nr. 95. Für die Darbietungen bekam der Spielmannszug sehr viel Applaus.
Nach dem Zapfenstreich marschierten die Verbände wieder aus der Festung hinaus und widmeten sich wie zuvor dem Lagerleben. Und wer dachte, die Nacht zum 3. Mai war schon kalt, wurde in der darauffolgenden Nacht eines Besseren belehrt. Es wurde wirklich bitterkalt.
Der Sonntag, der 4. Mai begann für die Feldlagerteilnehmer bereits um 9:30 Uhr mit dem Feldgottesdienst. Doch die Hoffnung, dass Dank der Gebete gen Himmel der Selbige aufreißen würde und die Sonne zum Wärmen durchlassen könnte, wurde enttäuscht. Den ganzen Tag hinweg bedeckten Wolken den Himmel, dazu böiger Wind und niedrige Temperaturen. Also nur etwas, für die ganz hart Gesottenen. Nach dem Gottesdienst wurde begonnen, das Feldlager, sprich die Zelte abzubauen. Um 14 Uhr traten alle Teilnehmer zum Abschlussappel an. Neben den dabei üblichen Danksagungen an die Mitwirkenden und Ausrichtenden wurden auch Präsente überreicht. Zu guter Letzt wünschte der Veranstalter allen ein angenehme Heimfahrt und ein Wiedersehen im übernächsten Jahr, also erst in 2016. Die schnelle Verladung der Ausrüstung ermöglichte eine Abreise noch vor 16 Uhr und gegen 17 Uhr erreichten die Kerls die Heimatkaserne. Nach einer halben Stunde war die Feldlagerausrüstung wieder an ihrem angestammten Platz und somit war das Feldlager-Magdeburg hier beendet.

Fazit: Trotz widriger Witterungsverhältnisse hat es den Teilnehmern der Potsdamer Riesengarde viel Spaß bereitet. Noch mehr Spaß kommt auf, wenn in zwei Jahren doppelt soviel Kameraden dem Ruf Magdeburgs Folge leisten würden.
Teilnehmer: Feldmarschall, Offizier, Zimmermann, 3 Grenadiere, Furier
RT

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