Verein zur Förderung und Pflege der Tradition der Potsdamer Riesengarde "Lange Kerls" e.V.











406. Kuhschwanzfest, Eisfeld, 07. bis 10.06.2014

Über das Pfingstwochenende verweilte eine Abordnung der Potsdamer Riesengarde bei ihren Kameraden des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr in Eisfeld. Anlass war, wie in den zurückliegenden Jahren, die Teilnahme am Kuhschwanzfest, einem Mix aus Rummel, Stadtfest und Stadtumzug.
Die Riesengarde reiste bereits am Freitagabend bzw. Sonnabendvormittag an und hatte am Sonnabendvor- und -nachmittag Freizeit. Erst um 19 Uhr stand als erste Dienstmaßnahme die offizielle Eröffnung des Kuhschwanzfestes im Festzelt im Otto-Ludwig-Garten an. Dabei marschierte die Garde im Verbund mit dem Spielmannszug aus Eisfeld, einer Abordnung der Vierdragoner aus Österreich und der Eisfelder Stadtwache auf dem Vorgelände des Festplatzes auf. Im Rahmen der dortigen Programmpunkte wollten die Gardisten auch einen Salutschuss abfeuern, aber aus irgendwelchen Gründen fiel kein einziger Schuss. Das war natürlich blamabel. Aber so ist das eben im Leben. Anschließend zog der Trupp in das Festzelt ein, und der namens gebende Kuhschwanz wurde an die Leine gelassen, sprich an einer solchen im Glaskäfig an die Zeltdecke gezogen. Parallel stach der Bürgermeister ein Fass Bier an und es wurde das "Kuhschwanzfest-Lied" gesungen. Damit war der offizielle Akt beendet und alle konnten sich auf dem Festplatz umtun. Die Garde nutzte die Möglichkeit auch ihre Freunde vom 1. Oldtimerclub Eisfeld zu besuchen. Obwohl es während des Tages recht warm war, so um die 30° C, wurde es, nachdem die Sonne verschwand, doch merklich kühl.
Der Sonntag sah für die Garde keine großen Einsätze vor. So machten es sich die Kameraden am Einlass des Festplatzes bequem und stellten wechselnd ein Postenpaar auf. Da die Temperaturen weiter kräftig am steigen waren, wieder ca. 33°C, zog sich die Truppe gegen 14 Uhr zurück. In leichterer Zivilkleidung ließ sich der heiße Tag dann auch überstehen.
Am Montag fuhr ein Teil der Riesengarde wieder nach Hause, im Gegenzug statte dafür Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau ("Alter Dessauer") seinen "Langen Kerls" einen Besuch in Eisfeld ab. Da keinerlei offizielle Maßnahmen geplant waren, wurde die Freizeit individuell für eine Stadtführung bzw. eine Fahrt nach Coburg genutzt. Die Temperaturen stiegen wieder auf ca. 35° C.
Der Dienstag begann für alle recht früh, stand doch bereits ab 8 Uhr ein Transporter der Feuerwehr bereit. Dieser brachte die Garde zu einer Behindertenwerkstatt, wo sie die dortigen Beschäftigten der behindertenwerkstatt gemeinsam mit dem Spielmannszug unterhielten. Natürlich sollte auch geschossen werden und siehe da, es klappt doch!
Das Personal der Werkstatt bedankte sich traditionell mit einem Frühstück, welches alle Anwesenden dankbar einnahmen. Besonders beeindruckend war anschließend eine Führung durch die behinderten gerechten Werkstätten. Im Anschluss marschierte die ganze Formation zur in der Nähe gelegenen Schule um dort zu pausieren. Um 10 Uhr ging es dann mit Pauken und Flöten zum nächsten Höhepunkt, dem Wachwechsel am Fuße der Straße zum Markt. Dort waren, wie schon in den Vorjahren, die beiden Wachhäuschen aufgestellt. Der Stadtmajor, er hatte es nun schon bis zum Obristenleutnant geschafft, begrüßte den Herzog Kasimir von Coburg sowie den Fürsten Leopold I. und ließ die Stadtwache auf Posten aufziehen. Dann ging es mit klingendem Spiel in den Bereitschaftsraum zurück.
Dieses Wachablösung wiederholte sich stündlich bis 13 Uhr. Danach durfte die gesamte Formation zurück zu der in der Nähe gelegenen Schule um dort Mittag zu essen. Die Garde hatte danach erst einmal Feierabend und zog sich in ihr Quartier bei der Feuerwehr zurück.
Um 17 Uhr musste die Garde wieder ran, war doch das Treffen aller Umzugsteilnehmer beim Bürgermeister angesetzt. Das Rathaus konnte dafür aufgrund der Hitze nicht mehr genommen werden, also zog die ganze Mannschaft in das Schloss Eisfeld ein. Dort war es aber auch nicht wirklich kühler. Irgendwie haben dann alle den Empfang überstanden und bezogen gegen 17:30 Uhr die Ausgangspositionen für den großen Stadtumzug am Marktplatz. Pünktlich um 18 Uhr setzte sich der Umzugstross in Bewegung und marschierte durch fast ganz Eisfeld. Nach 45 Minuten erreichten die Ersten des Umzuges bereits wieder den Marktplatz und marschierten dann weiter zum Festplatz. Zwischenzeitlich fiel leichter Regen, der aber keine Abkühlung brachte, sondern verstärkte sogar noch den Treibhauseffekt. Gegen 19 Uhr wurde der Festplatz im Otto-Ludwig-Garten erreicht und zugleich der Umzug beendet. Alle Teilnehmer waren ausgelaugt, das schwüle Wetter zehrte an den Kräften. Die meisten Kameraden der Garde machten sich nunmehr abfahrtbereit und fuhren gegen 20:30 Uhr in Richtung Heimat. Zwischen Null Uhr und 1 Uhr waren alle daheim.

Fazit: Wir haben wieder schöne aber sehr heiße Tage und Nächte bei unseren Freunden verbracht. Trotz dieser Strapazen hat es allen gefallen und eine Abordnung der Potsdamer Riesengarde wird auch im Jahr 2015 wieder am Kuhschwanzfest teilnehmen. Bis dahin...

Teilnehmer: Feldmarschall, 2 Offiziere, 1 Tambour, 1 Zimmermann,
5 Grenadiere, 2 Fouriere
RT

zurück zu den Berichten



deutsch english