Verein zur Förderung und Pflege der Tradition der Potsdamer Riesengarde "Lange Kerls" e.V.











Biwak zum 9. Leopoldsfest, Dessau, 04. bis 06.07.2014

Nunmehr zum 9. Mal fand vom 04. bis 06. Juli 2014 das Leopoldfest in Dessau-Roßlau statt. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurden wie in den Jahren zuvor im Stadtpark ein militärhistorisches Biwak sowie ein Lustlager errichtet. Letzteres beinhaltete keine Ferkeleien, sondern war die damals gebräuchliche Bezeichnung dafür, dass der Hofstaat "ins Felde" zog und dort campierte.

Die Potsdamer Riesengarde war diesmal mit einer Abordnung von 12 Kameraden vor Ort. Dabei reisten 10 Kameraden bereits am Freitag an und zwei weitere kamen am Sonnabend hinzu. Das Wetter war diesmal extrem. Die Temperaturen blieben über das gesamte Wochenende bei über 30°C. Dazu kamen noch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und kein Wind. Ideale Voraussetzungen für alle uniformierten Teilnehmer.

Der Freitag wurde geprägt vom Aufbau des Feld- und Lustlagers. Fürst Leopold I. zu Anhalt-Dessau - der Alter Dessauer - eröffnete um 16 Uhr offiziell das "Leopoldfest". Darüber hinaus wurde ausgiebig das Lagerleben gelebt.

Der Sonnabend begann für die Darsteller um 10 Uhr mit einem Morgenappell aller Truppen und einigen Darbietungen seitens der Infanteriedarsteller. Im Anschluss wurde wieder in das Feldlager zurück verlegt. Gegen 15 Uhr trat das Feldlager nochmals zum Appell an. Jetzt wurde der diesjährige Schützenkönig und die Schützenkönigin aus der Region Dessau geehrt. Direkt danach präsentierte sich die höfische Festtafel mit Kaffee und Kuchen. Für die Truppen war zum Zapfenstreich Freizeit befohlen. Um 22 Uhr begann der Aufmarsch zum Zapfenstreich, auch dieses Jahr wieder unter Beteiligung einer Reiterstaffel. Unter den Klängen des Eisfelder Spielmannzuges und der Illumination zahlreicher Fackeln entstand eine sehr feierliche Atmosphäre. Nachdem die letzten Klänge verhallten, begaben sich Truppen und Zivildarsteller zurück in die Lager. Dort wurde noch bis in die frühen Morgenstunden das Lagerleben zelebriert.

Der Sonntag begann ebenfalls sehr früh, hatte der Fürst doch für alle Teilnehmer des Feld- und Lustlagers zum Feldgottesdienst gebeten. Der Fürst lies jedoch Gnade walten und kürzte den Gottesdienst, den er in Ermangelung seines Feldpredigers selbst abhielt, erheblich ab. Gegen 12 Uhr marschierten dann alle Teilnehmer zu ihren Stellplätzen für den Stadtumzug. Auch der Umzug wurde von den Organisatoren aufgrund des heißen Wetters von der Marschstrecke her etwas eingekürzt. Pünktlich um 12:30 Uhr setzte sich der Festumzug in Bewegung, wobei die Potsdamer Riesengarde den Fürsten an der Spitze des Zuges begleitet durfte. Nach einer knappen halben Stunde hatte die Garde den Endpunkt des Umzuges- den Marktplatz von Dessau - erreicht. Alle Teilnehmer der Feld- und Lustlager gingen danach zurück zu ihren Lagern im Stadtpark. Um 14:30 wurde ein letztes Mal zum Abschlussappell angetreten. Die Organisatoren und Moderatoren bedankten sich bei allen Beteiligten mit Urkunde und Fahnenwimpel und wünschten eine störungsfreie Heimreise.

Anschließend erfolgte der Abbau der Lager und gegen 16:30 Uhr war die gesamte Ausrüstung wieder auf dem Transporter verladen. Nach ca. einstündiger Fahrt erreichten die Kameraden die Heimatkaserne in Potsdam. Das Abladen ging wie immer sehr routiniert und zügig von statten, sodass nach ca.30 Minuten alles wieder an seinem Platz war.

An dieser Stelle einen Dank an alle Anwesenden für ihre Aufopferungsbereitschaft, insbesondere an den Kameraden G. Schulze, der mit angebrochenen Zehen von weit her angereist war und trotzdem fast alle Auftritte mit gemacht hat. Auf diesem Wege gute Genesung! Ebenfalls Danke auf diesem Wege an die Firma "Müller und Sohn", die auch diesmal ein Transportfahrzeug zu Verfügung stellte.

Teilnehmer: Feldmarschall, Offizier, 2 Tamboure, Fähnrich, Zimmermann, 5 Grenadiere und Fourier
RT

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