Verein zur Förderung und Pflege der Tradition der Potsdamer Riesengarde "Lange Kerls" e.V.
Schlossführung und Exerziervorführungen, Schloss Königs Wusterhausen, 28.09.2014

Viele Schaulustige waren bei herrlichem Wetter gekommen, um der Potsdamer
Riesengarde „Lange Kerls“ am 28. September beim Exerzieren vor ihrem Ursprungsort, dem Schloss Königs Wusterhausen, zuzuschauen. Das Schloss Königs Wusterhausen zählte zu den Lieblingsorten des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., der dort vor allem jährlich im Zeitraum August bis November mit seiner Familie weilte.
Bereits um 11 Uhr standen 6 Grenadiere am Fuße des Schlosseingangs Spalier und "probten" den späteren Ablauf. Dabei waren sie nicht allein, der eine oder andere Besucher des Parks hielt an und schaute den Übungen zu. Um 12 Uhr wurde das Schloss von der Kastellanin Frau Magrit Schulze für die Besucher geöffnet.
Im Rahmen der darauf folgenden Schlossführung gaben seine königliche Majestät Friedrich Wilhelm I. nebst seiner Gemahlin, begleitet vom Sekretarius Kreutz sowie zwei Grenadieren der Riesengarde den Besuchern des Schlosses einen lebendigen und authentischen Einblick in die Lebenswelt und das künstlerische Schaffen in Brandenburg-Preußen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Während der König also durch das Schloss lustwandelte und Anekdoten und anderes Wissenswertes zum Besten gab, mühten sich die verbliebenen Grenadiere vor dem zahlreichen Publikum mit Ausführungen zur Uniform, Bewaffnung, Ausrüstung sowie Militärtaktik und führten das zuvor geprobte Exerzitium vor. Das Publikum war sehr angetan, was durch wiederholten Applaus akustisch wahrzunehmen war und stellte die eine oder andere Frage mit Fachbezug. Auf den Salutschuss musste leider verzichtet werden, da seitens der Stadt Königs Wusterhausen keine Schießerlaubnis vorlag. Als dann die Truppe kommod wegtrat, nutzten die Besucher die Chance, mit den Kerls ins Gespräch zu kommen bzw. Fotos mit ihnen zu machen.
Gegen 13 Uhr war der Einsatz beendet. Die Garde kehrte geschlossen ins Schlosskaffee ein und genoss bei Kaffee und Kuchen den wunderschönen Tag bis so gegen 14 Uhr, danach brachen dann auch die letzten Kameraden auf, heimatliche Gefilde anzusteuern.
Teilnehmer: König, Tambour, 5 Grenadiere
TE/RT

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